Defekte Stoßdämpfer

Wir erklären Ihnen woran Sie defekte Stoßdämpfer erkennen und welche Risiken mit dem Fahren mit verschlissenen Stoßdämpfern verbunden sind. Außerdem finden Sie hier hilfreiche Information darüber, wie Sie die alten Stoßdämpfer selbst austauschen.

So funktionieren Stoßdämpfer

Der Stoßdämpfer ist ein Teil des Federbeins (Fahrwerks). Er bildet gemeinsam mit der Fahrwerkfeder die Verbindung zwischen Radaufhängung und der Karosserie. Dabei dämpft der Stoßdämpfer die Schwingungen der Fahrzeugfeder. Deshalb würde die Bezeichnung „Schwingungsdämpfer“ die eigentliche Funktion besser charakterisieren. Fährt das Rad beispielsweise über ein Schlagloch, nimmt die Feder die Stoßenergie auf. Sie überträgt die Schwingung auf den Stoßdämpfer, der die Energie in Wärme umwandelt. Ist das System gut abgestimmt, dann nehmen wir diesen Vorgang als eine stabile Straßenlage wahr.

Betrachtet man die Beanspruchung, der ein Stoßdämpfer kontinuierlich ausgesetzt ist, dann verwundert der Verschleiß kaum. Die meisten Stoßdämpfer im PKW-Bereich arbeiten hydraulisch und sind mit Öl gefüllt. Bei der Abnutzung tritt das Öl in Kleinstmengen an der Kolbenstange entlang aus. Dieser Umstand vermindert auf Dauer die Wirkung.


Woran erkennt man einen defekten Stoßdämpfer

Da Stoßdämpfer normalerweise allmählich verschleißen, fällt es Ihnen als Halter nicht unbedingt auf, wenn die Funktion nachlässt. Es gibt verschieden Möglichkeiten, mit denen Sie grob den Zustand testen können:

  • Versetzen Sie die Karosserie nahe am Rad in Schwingung: Wippt das Auto mehrmals nach, dann deutet das auf einen kaputten Stoßdämpfer hin. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt, wenn der Verschleiß schon sehr weit fortgeschritten ist.
  • Poltern auf sehr holprigen Straßen bei niedrigen Geschwindigkeiten kann ebenfalls ein Anzeichen für funktionslose Stoßdämpfer sein.
  • Sichtprüfung: Tritt am Kolben offensichtlich Öl aus? Dann sollten Sie den Stoßdämpfer umgehend austauschen. Basiert der Dämpfer auf Gasdruck, dann tritt dieser Effekt nicht ein.
  • Achten Sie bei der Fahrt, ob Ihr Fahrzeug nachschwingt, nachdem Sie über eine Unebenheit gefahren sind.
  • Bei einer Vollbremsung flattert das Lenkrad und die Bremsspur weist Unterbrechungen auf.
  • Schwammiges Fahrverhalten in Kurven: Das Fahrzeug neigt zum Abdriften.


Als Richtwert sollte das Fahrzeug nach den ersten 80.000 km etwa alle 20.000 km auf den Prüfstand – entweder bei der Hauptuntersuchung oder in einer Werkstatt. ADAC-Mitglieder können beim hauseigenen Prüfdienst Ihr Fahrzeug kostenlos testen lassen.


Beeinträchtigen defekte Stoßdämpfer die Sicherheit?

Der Stoßdämpfer ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Ist er defekt, dann bremst er das Nachschwingen der Feder nicht mehr aus. Wenn das Auto über eine Unebenheit auf der Fahrbahn fährt, beginnt die Feder zu schwingen. Das hat zur Folge, dass der Druck des Reifens auf die Straße variiert. Der Auflagedruck hängt direkt mit der Bodenhaftung und der Beherrschbarkeit des Fahrzeuges zusammen. Das Rad „hüpft“. Besonders gefährlich wird es, wenn das Rad beim Bremsen oder in Kurven im ungünstigen Fall rutscht oder sogar den Bodenkontakt verliert.


Stoßdämpfer selbst wechseln

Der Austausch von Stoßdämpfern ist eine relativ einfache Reparatur. Auf einer Hebebühne ist das Arbeiten etwas komfortabler, es reicht aber auch aus, wenn Sie die jeweilige Seite mit dem Wagenheber aufbocken. Für die optimale Sicherheit und eine gleichmäßige Straßenlage sollten Sie an einer Achse immer beide Stoßdämpfer wechseln.

Arbeitsmaterial:

  • 2 Stoßdämpfer ( oder Federbeine )
  • Federspanner
  • Schraubenschlüssel
  • Schraubendreher
  • Ratschenkasten
  • Eventuell Kriechöl (WD-40)


Ausbau der Federbeine (Stoßdämpfer + Feder):

  • Um zum Federbein zu gelangen demontieren Sie zuerst das Rad.
  • Lösen Sie die obere Verschraubung des Federbeins nur an. WD-40 kann helfen festgerostete Schrauben wieder zu lösen, lassen Sie das Öl bei starkem Rost über mehrere Stunden einwirken.
  • Entfernen Sie die Schrauben am Achsschenkel (Radträger) komplett.
  • Im nächsten Schritt hängen Sie den Bremsschlauch aus: Merken Sie sich oder markieren Sie die Position der Halteklammern. Falls vorhanden, entfernen Sie noch die Leitungen für ABS und die Verschleißanzeige.
  • Schrauben Sie das Federbein oben nun vollständig ab. Drücken Sie währenddessen den Achsschenkel nach unten ziehen Sie das Federbein nach unten heraus. Bei manchen Fahrzeugen ist das Fahrwerk oben mit einer Klammer am Domlager befestigt. Sollte in Ihrem Ersatzteilset keine neue Klammer enthalten sein, dann geben Sie Acht, dass diese beim Öffnen nicht bricht.


Wenn Sie nur den Stoßdämpfer erneuern wollen und die alten Federn behalten, dann müssen sie unbedingt darauf achten, dass das Ersatzteil baugleich ist. Für eine Verbesserung des Fahrwerks ist es ratsam ein Federbein einzubauen bei dem Feder und Stoßdämpfer aufeinander abgestimmt sind. Stöbern Sie in unserem Online-Shop, wir bieten sehr hochwertige Stoßdämpfer und Sportfahrwerke von Sachs, Bilstein, KONI und KYB an.

Einbau der neuen Stoßdämpfer:

  • Zerlegen Sie das alte Federbein in Feder und Stoßdämpfer. Überprüfen Sie die alte Feder auf Defekte.
  • Nun kommt der Federspanner zum Einsatz: Sie müssen die alte Feder vorspannen, um den neuen Stoßdämpfer zu integrieren.
  • Bauen Sie das fertige Fahrwerk auf demselben Wege ein, wie sie es vorher ausgebaut haben: Drücken Sie den Achsschenkel runter und schieben Sie das Federbein von unten wieder in die alte Position. Drehen Sie die oberen Schrauben von Hand locker ein. Alternativ montieren Sie wieder die Klammer am Domlager.
  • Bringen Sie alle Schläuche, Stecker und Leitungen zurück in die ursprünglichen Positionen.
  • Schrauben Sie das Federbein unten fest und ziehen Sie danach die Schrauben oben gut an.
  • Montieren Sie den Reifen.


Bei uns sind Sie gut beraten

Unser freundliches und kompetentes Service-Team berät Sie gerne bei der Auswahl des richtigen Stoßdämpfers. Rufen Sie uns an oder nutzen Sie das Kontaktformular. Wir haben garantiert das perfekte Ersatzteil für Ihre Ansprüche – und das zu einem günstigen Preis.

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